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Christine Spychiger leitet die Fachstelle Migration Co-Opera des SAH Zentralschweiz.

Serie Migration

Ein Affront für das Arbeiterhilfswerk

Von René Regenass (Text) und Joseph Schmidiger ( Bild)

Der Kanton hat dem Arbeiterhilfswerk Zentralschweiz SAH den Leistungsauftrag für die berufliche Integration von Flüchtlingen auf Anfang 2021 gekündigt. Christine Spychiger, die Leiterin der beruflichen Integration bei der entsprechenden Abteilung sagt dazu: „Mein Ärger besteht darin, dass der Kanton unser Knowhow gar nicht zur Kenntnis nimmt.“ Der zuständige Regierungsrat Guido Graf entgegnet, es gebe einen Bruch in der durchgehenden Fallführung durch den Sozialdienst des Kantons, wenn das  SAH seine Klientinnen und Klientinnen weiterhin betreue. Die Massnahme hängt zusammen mit der vom Bundesrat neu eingeführten Integrationsagenda Schweiz.

Es stand vor Tagen in den Medien: Der Kanton Luzern, respektive das Gesundheits- und Sozialdepartement unter Regierungsrat Guido Graf, hat den Leistungsauftrag mit dem Schweizerischen Arbeiterhilfswerk Zentralschweiz (SAH) zur beruflichen Integration von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen auf Ende Jahr gekündigt.

Hintergrund dieses schwerwiegenden Entscheids, der beim SAH Zentralschweiz in Luzern zur Entlassung von 22 Mitarbeitenden und zur Kündigung eines Bürogebäudes führen wird, ist die im März 2019 vom Bund eingeführte Integrationsagenda Schweiz (IAS), welche eine schnellere Integration von Flüchtlingen anstrebt. Dafür erhalten die Kantone auch mehr Geld vom Bund: 18‘000 Franken pro neuen Flüchtling statt wie bisher 6‘000 Franken.

Diese Agenda verlange von den Kantonen, „dass der Integrationsprozess aus einer Hand sichergestellt werde“, wie Silvia Bolliger, Leiterin Asyl- und Flüchtlingswesen beim Kanton, gegenüber der NLZ ausführte.

Fallführung kann delegiert werden
Was Bolliger verschwieg: In den Empfehlungen des Staatsekretariats für Migration für die Umsetzung der Integrationsagenda heisst es, der Kanton könne „die Umsetzung an lokale Stellen delegieren“. Und weiter: „für konkrete, zeitlich befristete Integrationsschritte kann die Fallführung vorübergehend an Dritte übertragen werden.“ Genau dies meint Beat Däppeler, Präsident des SAH Zentralschweiz, wenn er in einer Medienmitteilung betont, dass eine Zusammenarbeit weiterhin möglich wäre, weil die Integrationsagenda Schweiz explizit eine temporäre Delegation der Fallführung vorsehe.

In einer Medienmitteilung verweist das SAH Zentralschweiz auf die im schweizerischen Vergleich überdurchschnittliche Erwerbsquote, welche seine Fachstelle für berufliche Integration erreiche, dank langjähriger Erfahrung und fundierten Fachwissen. Im vergangenen Jahr konnten 425 Stellen – davon 50 Lehrstellen – an geflüchtete Menschen vermittelt werden. Beat Däppeler zeigt sich enttäuscht über den Entscheid und schreibt: „Im Interesse der betroffenen Flüchtlinge, der Wirtschaft und des Kantons ist es wichtig, einen Knowhow-Verlust zu vermeiden und eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Kanton und Fachorganisation zu gewährleisten.“

Die Integrationsagenda Schweiz sehe eine temporäre Delegation  von Fallführungen explizit vor,  schreibt das SAH. Es gebe auch andere Kantone, wie zum Beispiel Aargau und St. Gallen, die weiterhin auf ihre erfahrenen Partner in der Arbeitsintegration vertrauen. Für Beat Däppeler führt der Kanton Luzern eine „reine Sparmassnahme“ durch. Diese Ansicht bestätigt Felix Kuhn vom Verein Luzerner Asylnetz. „Der Hauptgrund für die Ausschaltung des Arbeiterhilfswerk liegt bei der Pauschale, die der Bund auf Grund der neuen Integrationsagenda ausrichtet: das sind 18‘000 Franken statt 6‘000 wie bisher für die Integration eines Flüchtlings. Das ist eine neue Einnahme für den Kanton, und das freut den Finanzdirektor. “  Kuhn zweifelt auch generell am Willen und an der Fähigkeit auf der Dienstelle Asyl und Flüchtlinge. „Integration verlangt Empathie und Engagement für die betroffenen Leute. Der Kanton hingegen möchte am liebsten alle Flüchtlinge effizient verwalten.“

Sparmassnahme führt zum Knowhow-Verlust
Ob das Geld denn auch wirklich für die Integration verwendet wird, ist offen. Es hängt davon ab, wie ernsthaft die Dienststelle Asyl und Flüchtlinge (DAF) die neue Aufgabe angeht. Genau hier zweifeln viele. Das Luzerner Asylnetz, ein privater Verein, der sich für Menschlichkeit im Asyl- und Flüchtlingsbereich einsetzt, schrieb vor wenigen Tagen einen Brief an die Luzerner Regierung zur Kündigung der Zusammenarbeit mit dem SAH. Vor ein paar Jahren, als das gleiche Departement der Caritas den Auftrag für die soziale Betreuung der Flüchtlinge wegnahm, habe der Kanton „eine grosse Zahl von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas übernommen. Das war kurzfristig klug und für die geflüchteten Menschen gut. Weniger gut ist, dass von den Angestellten, die vorgängig bei der Caritas gearbeitet hatten, in der Zwischenzeit fast alle gekündigt haben, die meisten schon relativ schnell. So gingen Wissen und vor allem Engagement verloren.“

„Eine Erfolgsgeschichte“
Soweit die mehr oder weniger bekannten Fakten. Was die Öffentlichkeit nur am Rande mitbekommen hat, ist das Engagement des Arbeiterhilfswerks und früher auch der Caritas für die soziale und berufliche Integration von anerkannten Flüchtlingen. Hier haben – im Auftrag des Kantons – ausschliesslich die beiden Hilfswerke gewirkt. „Es war eine Erfolgsgeschichte“, sagt Christine Spychiger, die Leiterin der Fachstelle Migration Co - Opera des SAH auf  Reussport in Luzern. Sie erinnert sich: „Am 10-Jahresjubiläum im Jahr 2012 war Simonetta Sommaruga als Spezialgast vor Ort. Sie war beeindruckt von unserer Arbeit und der Konzentration auf die berufliche Integration durch eine Fachstelle. Vielleicht inspirierte Frau Sommaruga der Besuch gar zur Lancierung der IAS.» 

Christine Spychiger ist vom Entscheid des Kantons Luzern, dem SAH diesen Auftrag wegzunehmen, nicht überrascht. Trotzdem: Eigentlich hätte der Kanton den Auftrag so belassen und lediglich den Lead übernehmen können, meint sie. Der grosse Ärger jedoch ist ein anderer: „Der Kanton nimmt unser Knowhow gar nicht zur Kenntnis und verzichtet so auf unser Fachwissen. Ich finde es stossend, dass der Kanton uns nicht in die Umsetzung der Integrationsagenda einbezogen hat. Die IAS ist eine gute Sache, ich hätte mir gewünscht, dass sie uns mit ins Boot holen, da wir wissen, um was es geht.“

„Es besteht die Tendenz zum Standardisieren, wir hoffen, dass die Arbeit zukünftig nicht nach einem 08.15-Schema gemacht wird“, sagt Christine Spychiger.  „Man muss auf Ressourcen der Klienten und Klientinnen aufbauen: Die Eine hat in ihrer Heimat ein Studium gemacht hat, der Andere konnte keine Schule besuchen. Dem gilt Rechnung zu Tragen.»

„Verschiedene Player bringen Mehrwert“
Felix Föhn, heute Leiter der Sozialen Dienste der Stadt Luzern, war vor Jahren Geschäftsleiter beim Arbeiterhilfswerk. Er hat dort vor 18 Jahren die Aufgabe der beruflichen Integration aufgebaut, mit engagierten, fähigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Es ist schmerzlich, wenn diese Arbeit nicht mehr weitergeführt werden kann. Doch die Massnahme entspricht dem Zeitgeist. Ich befürworte im Gegensatz dazu eine Organisationsstruktur, in der verschiedene Player beteiligt sind, private Institutionen, Hilfswerke, NGO’s und Behörden. Dieses Zusammenspiel bringt einen Mehrwert. Private Organisationen sind  agiler und können auf die sich laufend ändernden Bedürfnisse schneller eingehen. Da traue ich einer privaten Institution mehr zu als der öffentlichen Hand. Sie ist näher am Klient als der Staat.“

Mattea Meyer, Nationalrätin und Kandidatin für das Parteipräsidium der SP Schweiz, präsidiert auch das SAH-Netzwerk Schweiz. Die Integrationsagenda sei eine gute Sache, sagt sie auf Anfrage, weil Bund und Kantone das Gleiche anstrebten. Sie kenne die Gründe für den Entscheid in Luzern nicht. „Aber ich bedaure extrem, dass das SAH Zentralschweiz diesen Auftrag verlieren wird, weil hier gute Arbeit geleistet worden ist. Der Kanton müsste auf diesem Wissen aufbauen, statt alles selber machen zu wollen.“ Zudem – und hier denkt die SP-Nationalrätin an die jüngste Vergangenheit – habe die Luzerner Regierung schon in der Vergangenheit nicht mit politischen Entscheiden brilliert. Mattea Meyer erwähnt primär den Flop bei der Prämienverbilligung.

Guido Grafs Asylstrategie
Bevor wir Regierungsrat Guido Graf zum Integrationsthema zu Wort kommen lassen, zitieren wir aus einem Zeitungsartikel im Tages Anzeiger vom 7. September 2019. Der Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartementes publiziert ab und zu gerne im Tages Anzeiger oder in der NZZ zu den Themen Asyl und Flüchtlinge. Hier ein paar seiner Kernsätze:

  • „Jede 25-jährige Person, die den Eintritt in den Arbeitsmarkt nicht schafft, verursacht bis zum AHV-Alter Sozialhilfekosten von rund einer Million Franken.“
  • „Die Verweilzeit von Asylsuchenden mit negativem Entscheid muss möglichst kurz gehalten werden.“
  • „Wir müssen das Phänomen Sans Papiers wirksam bekämpfen. Wer keine Reisepapiere ausweist, kann nicht in die Schweiz einreisen.“
  • „Die Genfer Flüchtlingskonvention begründet kein Recht auf Einreise in die Schweiz und kein Recht auf Asyl.

    Die Sicht des zuständigen Regierungsrats
    Frage: Die neue Integrationsagenda Schweiz (IAS) gestattet die Delegation von Aufgaben an lokale Stellen. So steht es in den Empfehlungen des Staatssekretariats für Migration (SEM). Warum haben sie von dieser Möglichkeit beim Arbeiterhilfswerk nicht Gebrauch gemacht?

Guido Graf: Um den Entscheid einordnen zu können, ist es notwendig, den Gesamtkontext der Integrationsagenda zu verstehen. Bevor das SAH mit der beruflichen Integration beginnt, besuchen die Klientinnen und Klienten zuerst Sprachkurse, die bereits in unseren Asylzentren beginnen. Zudem ist das SAH nur für rund 600 der insgesamt 3'700 Flüchtlinge zuständig, welche es beruflich und/oder sozial zu integrieren gilt. Für die 600 Klientinnen und Klienten des SAH gibt es heute einen Bruch in der durchgehenden Fallführung, welche durch unseren Sozialdienst während den ersten zehn Jahren nach Ankunft in der Schweiz sicher gestellt wird.

Aber das SAH hat immerhin allein im vergangenen Jahr 425 Stellen vermittelt.
Die Zahl der durch das SAH vermittelten Stellen ist differenziert zu betrachten. Das sind in der Mehrheit keine unbefristeten Anstellungen. Sie sind in einem Praktikum, befristet angestellt, temporär beschäftigt oder haben auch häufig nur eine Arbeit auf Abruf. Trotz der erfreulichen Erwerbsquote bleiben noch viele in der Sozialhilfe hängen (81,9% Flüchtlinge, 89,4% vorläufig Aufgenommene/Asylsuchende). Eine nachhaltige Integration jedoch hat die Ablösung von der wirtschaftlichen Sozialhilfe zum Ziel.

Zu beachten ist auch, dass die hohe Erwerbsquote nicht der alleinige Verdienst des SAH ist. Ein grosser Teil wird über die Regelstrukturen (Brückenangebote) in die berufliche Grundausbildung geführt. Oder auch über unsere eigenen Perspektivkurse (Bau und Pflege) oder die verschiedenen Integrationsvorlehren bei die Dienststelle Berufs- und Weiterbildung (DBW).

Kanton muss Aufträge ausschreiben

Wie sieht denn jetzt kurzfristig die künftige Integrationsarbeit beim Kanton aus?
Was neu der Kanton bei allen Klientinnen und Klienten sicher stellen wird, ist die Integrationsplanung sowie die durchgehende Fallführung. Dabei werden wir weiterhin auf externe Partner angewiesen sein, wie wir dies in der Medienmitteilung geschrieben haben. Dies in den Bereichen Jobcoaching, Praxisassessment und Bewerbungskurse. Wir nehmen also einzig die Steuerung/Planung für die heute vom SAH betreuten Klientinnen und Klienten (600) zum Kanton. Die direkte Arbeit in der beruflichen Integration (zum Beispiel Jobcoaching und Bewerbungskurse) wird auch in Zukunft extern wahrgenommen. Diese Aufträge muss der Kanton jedoch ausschreiben, weil er an das Submissionsgesetz gebunden ist (Auftragsvolumen über 250‘000 Franken). Eine freihändige Vergabe an das SAH ist darum nicht möglich.

Der Kanton nimmt mit seinem Entscheid den Verlust von Knowhow und Erfahrung in Kauf. Warum?
Mit der Neuausrichtung wird sich der Integrationsprozess verbessern. Es werden Schnittstellen abgebaut und die Klientinnen und Klienten erhalten zu einem früheren Zeitpunkt eine Perspektive für ihre berufliche Integration.

Der Entscheid des Kantons kann als Sparmassnahme angesehen werden, weil mit der neuen Integrationsagende pro Flüchtling 18‘000 Franken vom Bund überwiesen werden (bisher 6‘000 Franken).
In der Integration wird nicht gespart. Das Gegenteil ist der Fall! Mit der Neuausrichtung an der Integrationsagenda werden die Integrationsmassnahmen verstärkt. Es werden in den nächsten Jahren mehr Mittel eingesetzt. Mit dem neu aufgegleisten Integrationsprozess wird jedoch die Effizienz und Effektivität gesteigert werden können, wobei unsere Klientinnen und Klienten im Fokus stehen.

(Nachsatz: Regierungsrat Guido Graf beantwortete die Fragen schriftlich. Ein Gespräch mit ihm war nicht möglich).
18. Februar 2020

Die Serie zum Thema Migration

Wir und die Flüchtlinge – die Flüchtlinge und wir

Die Redaktionsgruppe des Forums Luzern60plus möchte sich mit einer Serie von Beiträgen der Themen Migration und Flüchtlinge annehmen. Wir wollen den Betroffenen eine Stimme geben, statt nur den rhetorischen Strategien der Rechtpopulisten Raum zu bieten, die in den Medien in vielen Fällen unreflektiert aufgenommen werden.

Wer sich ein wenig herum hört, erfährt immer wieder von Begegnungen älterer Leute mit Asylsuchenden. Im Unterschied zur Aktiv-Generation haben viele Pensionierte Zeit (und oft auch Lust), sich auf Menschen einzulassen, die auf der Flucht vor Krieg, Repression oder Armut zu uns gekommen sind und hoffen, hier Asyl zu finden.

Staatliche Stellen und Hilfswerke bemühen sich, den Flüchtlingen Unterkunft und Betreuung zu gewähren und ein faires Asylverfahren zu garantieren. Auch Deutschunterricht, der eine entscheidende Rolle für ihre Integration in Gesellschaft und Arbeitswelt spielt, wird angeboten, sobald sie ein (oftmals nur vorläufiges) Bleiberecht erhalten. Dennoch sind diese Menschen, die in ganz andern Kulturen aufgewachsen sind, oft in einer schwierigen Situation. Zum Teil haben sie gute Kontakte zu Landsleuten in der gleichen Situation, aber zwischen ihnen und der einheimischen Bevölkerung gibt es eine unsichtbare Wand, die zu durchbrechen für beide Seiten – zumindest auf den ersten Blick – nicht einfach scheint.

Genau da können ältere Menschen, die sich für Fremde und Fremdes interessieren, spannende Erfahrungen machen. Sie brauchen nur den ersten Schritt zu wagen. Luzern60plus stellt den Leserinnen und Lesern in den kommenden Monaten ein paar Beispiele solcher Begegnungen vor.

 

  • Was ist eine «Tante»?  
  • Deutsch zu lernen ist für Flüchtlinge eine Pflicht: einige schaffen es mit grosser Hingabe, für andere ist es eine Qual. Doch viel hängt ab von den Umständen unter denen unterrichtet wird. Wir berichten von einem mehrjährigen Projekt, in dem Pensionierte (zwei Lehrpersonen, zwei Ärzte und ein Journalist) sowie Studierende der Uni Luzern mit eritreischen und afghanischen Flüchtlingen Deutsch trainieren und  ihnen auch  einiges über uns und unser Land vermitteln möchten. (Link zum Text - "Ich spüre viel Vertrauen und Wertschätzung"

 

  • Abraham wird es schaffen

Der eritreische Flüchtling und Familienvater lebt seit 2015 in der Schweiz. Er hat Deutsch gelernt und war von Anfang an motiviert, in der Langzeitpflege mit alten Menschen zu arbeiten. In zahlreichen Pflegeheimen hat er sich beworben, Dutzende Absagen, aber auch zweimal eine befristete Praktikumsstelle erhalten. Dank seinem Durchhaltevermögen nun endlich ein Erfolg: Er kann bei Viva Luzern eine zweijährige Lehre als Assistent Gesundheit und Soziales machen. Link zum Tex:  „Einmal kommt es gut“

 

  • Nachteile für die berufliche Integration von Flüchtlingen

Der Kanton Luzern, respektive das Gesundheits- und Sozialdepartement unter Regierungsrat Guido Graf, hat dem Schweizer Arbeiterhilfswerk Zentralschweiz  (SAH) den Leistungsauftrag zur beruflichen Integration von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen gekündigt. Die neue Integrationsagenda Schweiz, die dem Kanton als Begründung dient, sieht jedoch vor, dass der Kanton die Umsetzung auch an lokale Stellen delegieren könnte. Das SAH macht auf seine Erfolgsgeschichte aufmerksam: Im vergangenen Jahr konnten 425 Stellen an Flüchtlinge vermittelt werden. Link zum Text: „Der Kanton schafft rücksichtslos neue Regeln“)

 

  • Ayawa ist mir ans Herz gewachsen
  • Ayawa ist Vreny Blum ans Herz gewachsen, als wäre das Mädchen ihr Enkelkind. Die Caritas Luzern betreut zahlreiche Projekte für Menschen in schwierigen Situationen. Eines davon ist das Patenschaftprojekt „mit mir“ für Kinder aus schwierigen Verhältnissen, das sowohl einheimischen als auch Flüchtlingskindern offensteht. Dabei schenken Patinnen und Paten auf ehrenamtlicher Basis Kindern mindestens ein- bis zweimal pro Monat Zeit und Aufmerksamkeit. Auch zahlreiche Patinnen und Paten im 60plus-Alter engagieren sich im Projekt.