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Nutzungen im Siegerprojekt EWL-Areal

Urban mit unterschiedlichen Unternehmen

von René Regenass

Auf dem EWL-Areal will Viva Luzern einen Neubau mit 80 Pflegeplätzen erstellen. „Es ist ein spannendes Projekt, eingebettet in einen urbanen Raum, was neu ist für uns“, sagt Beat Demarmels, Geschäftsführer von Via  Luzern. Kein anderes Betagtenzentrum in Luzern wird so verbunden sein mit einer vielfältigen Nachbarschaft.

Die Planung „Rotpol“ der Sarner ARGE Halter/Eberli und der Architekturbüros Masswerk, Luzern, und E2A aus Zürich ist an der Medienpräsentation als urbanes, attraktives und ökologisches Vorzeigeprojekt gepriesen worden.  Allerdings: Stolpersteine im ganzen Vorhaben kann es durchaus noch geben. Die Bau- und Zonenordnung (BZO) muss revidiert und vom Volk genehmigt werden. Es kann Einsprachen geben. Bei der Präsentation ist die geringe Ausnutzung des ganzen Baugebietes kritisiert worden.

Drei ganz unterschiedliche Nutzungen sind vorhanden: Wohnen, Dienstleistungen und Sicherheit.  Die abl und Viva erstellen 72 gemeinnützige Wohnungen und 80 Pflegeplätze. „Es gibt im ganzen Gebiet Tribschen, Schönbühl und Matthof kein Angebot mit stationären Pflegeplätzen, ausgenommen die Pflegewohnungen im Werkhof, die jedoch aufgehoben werden, wenn das Zentrum auf dem EWL-Areal fertig ist. Das wird aber erst 2026 möglich sein“, sagt Beat Demarmels. Daneben sind die EWL, Abteilungen des städtischen Tiefbauamtes, das Geoinformationszentrum GIS und der Umweltschutz als Dienstleistungen untergebracht. Dazu kommen Feuerwehr, Zivilschutz, Stadtgärtnerei und Strasseninspektorat. Zuerst allerdings folgen jetzt die Detailplanung und die Erarbeitung des eigentlichen Bauprojekts, das voraussichtlich 2021 in die Volksabstimmung gehen wird.

Gemäss der aktuellen Planung wird das Viva-Pflegezentrum gleich neben dem Wohnbau der abl angesiedelt. Die 80 Pflegebetten sind auf drei Stockwerke verteilt. Beta Demarmels ergänzt, dass Viva in Zusammenarbeit mit der abl beabsichtige, auch ein Angebot von Wohnungen mit Dienstleistungen zu schaffen. Einen Vorteil sieht Demarmels auch in der möglichen Nutzung: „Wenn wir nicht alle Pflegebetten benötigen, können wir aus zwei Zimmern eine Wohnung schaffen und diese als Alterswohnung mit Dienstleistung vermieten. Diese Flexibilität ist vorteilhaft, weil wir nicht genau wissen, wie der Bedarf in einigen Jahren aussehen wird.“

Das Angebot auf dem EWL-Areal ermöglicht es Viva, wegfallende Pflegebetten zu kompensieren. Im Rosenberg zum Beispiel werden auf drei Etagen alle Zweierzimmer zu Einzelzimmern mit Nasszelle und Dusche umfunktioniert. Und im Hochhaus Aquamarin im Eichhof sollen die untersten fünf Stockwerke, wo jetzt  Pflegeplätze eingerichtet sind, wieder als Alterswohnungen angeboten werden.

30. September 2019