Der Ausstellungstipp von Beat Bühlmann

Eine Bilderreise zum "Kunstwerk Alpen"

Die Luftbilder von Bernhard Edmaier, die derzeit im Gletschergarten Luzern zu sehen sind, vermitteln eine grossartige Bilderreise in die Entstehungsgeschichte der Alpen. Grossformatige, quadratische Aufnahmen - fast alle aus der Luft fotografiert - zeigen schroffe Felswände mit gigantischen Gesteinsfalten, bizarre Gipfel und abgelegene Täler, wilde Bäche und leuchtende Seen. Sie setzen Kontrapunkte zu den idyllischen Aufnahmen, wie sie von den Alpen bekannt sind. Bernhard Edmaier (50) ist Fotograf und Geologe. Mehrmals im Jahr reist er für seine Fotoprojekte in abgelegene, vom Menschen kaum berührte Gegenden in aller Welt. Die Ausstellung dauert bis zum 30. September 2017.
Am Mittwoch, 21. Juni, 18.15 Uhr, referiert Max Maisch vom Geografischen Institut der Universität Zürich im Gletschergarten zum Thema "Naturwerk Alpen: Landschaftsszenerien aus geo-wissenschaftlicher Sicht".

www.gletschergarten.ch/besucher/aktuell

 

 

Agenda


Dienstag, 20. Juni 2017, 18.30 Uhr, MaiHof Kirchensaal, Weggismattstrasse 9, Luzern
"Anti-Aging" oder doch lieber "Pro-Aging"?
Die deutsche Altersforscherin Insa Fooken von der Universität Frankfurt referiert über Weiblichkeit und Kreativität als Chance und Herausforderung für Frauen im Alter. Anhand neuer und alter Bilder von Frauen im Alter soll aufgezeigt und reflektiert werden, wie Weiblichkeit und Kreativität bewahrt und entdeckt werden können. Die Veranstaltung ist der Auftakt zur mehrteiligen Lebensreise "Kreativität - Weiblichkeit - Alter", die von der Fachstelle für Altersfragen der Stadt Luzern organisiert wird. Freier Eintritt.

Flyer zur Lebensreise

Mittwoch, 21. Juni, 16 Uhr, Spitex Stadt Luzern, Brünigstrasse 20
Sichere Medikation im Alter
Wie gehe ich mit der zunehmenden Zahl von Medikamenten um, die im Alter helfen, Gesundheit und Lebensqualität zu verbessern? Was muss ich beim Selbstmanagement der Medikation beachten? Auf solche Fragen gibt eine Veranstaltung der Spitex Stadt Luzern Auskunft. Inhalt, Programm und Anmeldetalon sind hier.

Montag, 26. Juni – Sonntag, 2. Juli, diverse Orte


Aktionswoche Asyl in der Stadt Luzern

Die diesjährige Aktionswoche zum Thema Asyl bietet einmal mehr ein Programm, das an Vielfalt kaum zu übertreffen ist. Musikalisches und Kulinarisches aus diversen Ländern, Lesungen oder Gespräche über Menschenrechte, Fussball und Internationale Treffpunkte, Street Soccer  – dies nur ein paar Stichworte aus dem Angebot. Ebenso unterschiedlich sind die Organisationen, die das Programm gestalten. Treffpunkt inmitten der Stadt ist z.B. HelloWelcome. Herzlich eingeladen zum Mitmachen! Zum Programm

Lesen. Hören. Schauen.
Die Medien-Nachlese von Luzern 60plus

Demenz führt oft in die Isolation
Die Alzheimervereinigung Luzern feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Präsidentin Mirjam Müller-Bodmer erklärt in einem Interview mit der Luzerner Zeitung vom15. Mai 2017, warum Demenz noch immer ein Tabuthema ist. Sie zeigt auf, mit welchen Belastungen gerade auch Angehörige von erkrankten Menschen zu kämpfen haben. «Es braucht Wege aus dieser Isolation“. Zum Text von Susanne Balli

Eine neue Website über Palliativ-Stationen
Am Anfang der Onlineplattform www.palliativkarte.ch stand der schwerkranke Vater des Fotoreporters und Videojournalisten Fabian Biasio, für den er einen neuen Platz suchte. "Wenn die Symptome von Schwerkranken nach einem Spitalaufenthalt stabilisiert sind, stellt sich oft die Frage, wohin wir sie verlegen sollen", sagt die Palliativspezialistin Monika Obrist. Als wertvolles Informationsmittel haben nun Fabian Biasio und der IT-Programmierer Andreas Ley die Website Palliativkarte.ch entwickelt und 49 palliative Einrichtungen mit definierten Qualitätsstandards in der Schweiz aufgelistet, die meisten davon im Kanton Zürich. Räume und Umgebung sind abgebildet. Und es gibt Video-Testimonials der dort arbeitenden Personen.
"Eine Website für die letzte Reise", Tagesanzeiger, 20.April 2017, Seite 23)

Demenzkranke werden daheim eingeschlossen
„Mit Doppelschlössern und Bettgittern hindern Familienmitglieder ihre demenzkranken Angehörigen am Weglaufen. Weil sie zur Arbeit müssen, eine Verschnaufpause brauchen – und weil das Geld für die externe Betreuung nicht reicht.“ Die NZZ vom 22.3.2107 berichtet über Demenzkranke, die von Angehörigen zu Hause betreut werden. Und zeigt, was die Überforderung oft für traurige Folgen hat.
Zum Artikel von Angelika Hardegger

Und zum Kommentar in der gleichen NZZ-Ausgabe von Simon Hehli
"Pflege von Demenzkranken: Die Angehörigen nicht alleinlassen"

Bis zum letzten Atemzug
Die legale Sterbehilfe hat viele Gegner. Viel seltener diskutiert wird in den Medien hingegen die Übertherapie in der Schlussphase des Lebens, auch wenn dies sehr viel mehr Menschen betrifft. Die deutsche Wochenzeitung Die Zeit berichtet über erschreckende Beispiele von überflüssigen und belastenden Therapien, die das Leiden von Patienten weder heilen noch lindern können, sondern diese vielmehr quälen und oft sogar gegen deren Willen angeordnet werden. Weil sie für Kliniken und Ärzte lukrativ sind? Der renommierte Schweizer Palliativmediziner Gian Domenico Borasio rechnet, dass rund 50 Prozent aller Sterbenskranken Behandlungen zugemutet würden, die ihnen nichts bringen. Wenn solche überflüssigen Therapien reduziert würden, könnte das Gesundheitswesen gleich zwei Ziele erreichen: geringere Kosten und höhere Lebensqualität.
Text von Elisabeth Niejahr und Martin Spiewak, nachzulesen in Die Zeit