Altern in Luzern
Mit der künftigen Alterspolitik will die Stadt Luzern die Rahmenbedingungen „für ein gelingendes Altern“ schaffen. Dabei will sie die aktive Teilhabe fördern und insbesondere auf das Potenzial der älteren Bevölkerung setzen. Die Alterspolitik in Luzern soll partizipativ, generationenübergreifend und quartiernah umgesetzt werden.
Das Entwicklungskonzept, das innert vier Jahren (2012 bis 2015) umgesetzt wird, setzt auf konkrete Projekte in drei folgenden Aktionsfeldern:
Projekte im Bereich der Kommunikation und Vernetzung
Eine Schlüsselstelle nimmt dabei das Pilotprojekt www.luzern60plus.ch ein. Die Internetplattform will die ältere Generation politisch und gesellschaftlich stärker einbinden. Unter dem Stichwort Kompass60plus werden die Angebote der öffentlichen Hand und der privaten Altershilfe übersichtlich dargestellt und allen zugänglich gemacht. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den bildungsfernen, soziökonomisch eher schwach ausgestatteten Bevölkerungsgruppen sowie Personen mit einem Migrationshintergrund.
Projekte für die andere Kultur des Alterns
Diese Projekte sollen das heute vorwiegend negative Bild des Alterns korrigieren. Auf dem Marktplatz 60plus werden Männer und Frauen in der Nacherwerbsphase auf die vielfältigen Möglichkeiten für Bildung, Kultur und zivilgesellschaftliches Engagement aufmerksam gemacht. Um auch Rentner und Rentnerinnen für Bildungsangebote gewinnen zu können, die sich bisher eher abseits hielten, sollen Bildungsgutscheine abgegeben und der Zugang zum Kulturangebot durch Keyworker/Vermittler erleichtert werden.
Quartierbezogene Projekte
Dazu gehören der Quartiertreffpunkt für Jung und Alt, wo sich die verschiedenen Generationen begegnen; das Seniorenbüro, in dem das zivilgesellschaftliche, freiwillige Engagement gefördert und koordiniert wird, oder das altersfreundliche Quartier, ein Modellvorhaben, in dem Mobilität, Sicherheit und die Versorgung mit dem täglichen Bedarf auf die Bedürfnisse der verschiedenen Generationen angepasst werden.
Projektleitung

Beat Bühlmann, Gerontologe MAS, leitet seit dem 1. März 2012 das Projekt „Altern in Luzern“ und ist organisatorisch der Fachstelle für Altersfragen in der Sozialdirektion angegliedert. Bühlmann (60) war während 25 Jahren Inlandredaktor beim "Tages-Anzeiger" in Zürich. Er ist Herausgeber des Buches "Die andere Karriere. Das gesellschaftliche Engagement in der zweiten Lebenshälfte - am Beispiel von Innovage" (Luzern, 2010) und ist Lehrbeauftrager an der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit im Modul "Alter und Gesellschaft".
Telefon 041 208 81 40
e-mail: beat.buehlmann@stadtluzern.ch
