Grosse Augen für die Klinik der Kleinen
Zwei Dutzend Mitglieder des Forums Luzern60plus verschafften sich unter kundiger Führung Einblick in das neu erstellte Kinderspital. Im Oktober wird es offiziell eröffnet.
Architektin Gerlinde Venschott startete den Rundgang im tief liegenden Technikgeschoss, wo sie mit eindrücklichen Zahlen aufwartete. 270 Erdsonden hat man ins felsige Gestein gebohrt; Zugang zu allen Gebäuden des Spitalareals erhält man künftig über eine einzige riesige Tiefgarage, wo neu auch 40 Rettungswagen ihren Platz finden.
Die Aufnahme der kleinen Patientinnen und Patienten in die Kinderklinik findet über die Spitalstrasse statt, wo ein ausgeklügeltes System dafür sorgt, dass speditiv Untersuchungen gemacht und erste Massnahmen getroffen werden können. Besonders stolz ist man auf den hochmodernen Computertomografen, mit dem im Bedarfsfall auch Erwachsene geröntgt werden sollen. Schallisolierte gläserne Gesprächsboxen ermöglichen den Austausch zwischen Eltern und Ärzteschaft.
Das Meiste im Haus ist in Schneeweiss gehalten, was die eine oder der andere als «doch sehr kühl» empfand. Spätestens auf der Bettenabteilung aber, die ausnahmslos aus Einzelzimmern besteht, kommen Wärme und Farbe ins Spiel. Die Böden sind aus Parkett, Wände und Fensterleibungen in pastellenen respektive kräftigeren Tönen gehalten.
Im Zentrum der Klinik, so Gerlinde Venschott, steht nebst hochwertigster medizinischer Versorgung das Wohlbefinden von Kind und Eltern. Das bedeutet unter anderem: Küchen auf den Abteilungen, wo individuell etwas zubereitet werden darf; Spielbereiche, wo sich die Kleinen ablenken und vergnügen können; ein begrünter Innenhof zum Innehalten; eine geräumige Cafeteria und vor dem Hauptportal schliesslich eine grosse Promenade, die vom Kinderspital zur angrenzenden neuen Frauenklinik führt.
Auf dem Rundgang wurde der interessierten Forumsgruppe bewusst, dass das neue Kinderspital Zentralschweiz in jeder Hinsicht ein Quantensprung ist.
Mehr Infos auf der LUKS-Website