Zehn Fragen an Franziska Loretan-Saladin
05.09.2026
1960 in Basel geboren und aufgewachsen in Allschwil BL, ging Franziska Loretan-Saladin nach der Matura zum Theologiestudium nach Luzern und Tübingen. In Rothenburg arbeitete sie danach als Pastoralassistentin und am Seminar St. Beat in Luzern als Spiritualin.
Franziska Loretan-Saladin blieb Luzern treu: 2000 bis 2023 war sie Lehrbeauftragte für Homiletik (Predigtlehre) und Spiritualität an der Theologischen Fakultät der Uni Luzern. Sie ist verheiratet mit Adrian Loretan.
- Mit welchen drei Wörtern verbinden Sie Luzern?
Zuhause, Lebensqualität, Kultur. - Rigi oder Pilatus? Und warum?
Rigi. Die Rigi sehe ich von unserer Terrasse aus und geniesse die unterschiedlichen Stimmungen im Laufe der Jahreszeiten und des Tages. Auch gehe ich gerne wandern auf der Rigi und habe einen meiner runden Geburtstage auf Rigi Scheidegg gefeiert. - Wenn Sie könnten, was würden Sie in unserer Stadt verändern?
Manchmal sind mir zu viele Touristengruppen in der Stadt, vor allem auf der Bahnhofstrasse (zur Kapellbrücke) und in der Hertensteinstrasse. Da wünschte ich mir, Luzern wäre nicht eine so beliebte Touristendestination. - Welches ist Ihr Lieblingsort in Luzern? Und warum?
Einer meiner liebsten Orte ist das Vögeligärtli im Sommer. Ich schätze die friedliche Stimmung, die Nähe der Zentral- und Hochschulbibliothek mit dem Café, das Gartenrestaurant des Bellini und die Glocken der Lukaskirche. - Mit welchem Menschen in Luzern würden Sie gerne einen Tag unterwegs sein?
Immer wieder gerne mit meiner Schwester aus Allschwil und mit (Gross-)Nichten und Neffen aus der Region Basel. - Woran erinnern Sie sich, wenn Sie an Ihren ersten Schulschatz denken?
Wie wir uns vor dem Schulhaus nach der Schule getroffen haben. - Warum ist Ihnen eine bestimmte Lehrperson so lange in Erinnerung geblieben?
Das war mein Französischlehrer am Gymnasium in Basel. Er war ein sehr distinguierter Mann und erzählte uns, dass er zu Hause ein weisses Klavier habe, auf dem immer eine rote Rose stehe. Und natürlich hat er meine Liebe zur französischen Sprache verstärkt. - Warum reden alte Menschen so viel von früher?
Weil sie viel erlebt, viele Menschen kennengelernt und viele Erfahrungen gemacht haben. Davon lässt sich erzählen. - Was überrascht Sie am meisten an Ihrem jetzigen Leben?
Ich bin jeden Tag dankbar, den ich gesund und zufrieden leben darf, und dass wir noch immer zu zweit durchs Leben gehen. - Welche Abzweigung in Ihrem Leben hat Sie am meisten beeinflusst?
Meine Entscheidung, in Luzern mein Studium zu beginnen und auch hier zu wohnen, statt zu pendeln.