Zehn Fragen an Kurt Kaelin
23.05.2026
Aufgewachsen ist Kurt Kaelin in Goldau. 1985 übernahm er die Leitung des Luzerner Strassenverkehrsamts, die er bis 2010 innehatte.
Kurt Kaelin hat zuerst im Kanton Schwyz als selbstständiger Anwalt gearbeitet. 1985 wechselte er zur Luzerner Kantonsverwaltung und übernahm die Leitung des Strassenverkehrsamts, das aus der Zusammenlegung von Motorfahrzeugkontrolle und Amt für Verkehr entstanden war. Er stand diesem neuen Amt bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2010 vor.
- Mit welchen drei Wörtern verbinden Sie Luzern?
See, Berge und Museggtürme. - Rigi oder Pilatus? Und warum?
Die Rigi ist mein Favorit. Ich bin in Goldau aufgewachsen und die Rigi war mein Hausberg zum Wandern und Skifahren. - Wenn Sie könnten, was würden Sie in unserer Stadt verändern?
Den Schwanenplatz carfrei machen und mit Blumen, Bänken und Brunnen in ein attraktives Einfallstor zur Altstadt verwandeln. - Welches ist Ihr Lieblingsort in Luzern? Und warum?
Die Buvette beim Inselipark mit der traumhaften Aussicht auf das Alpenpanorama und die historische Hotelmeile sowie die friedliche Stimmung am Wasser. - Mit welchem Menschen in Luzern würden Sie gerne einen Tag unterwegs sein?
Mit dem Spitzenkoch Raphael Tuor im Café de Ville und dabei den Köchen in die Töpfe schauen. - Woran erinnern Sie sich, wenn Sie an Ihren ersten Schulschatz denken?
Bei dieser Frage streikt mein Langzeitgedächtnis. Während der Primarschule gab es mehrere Schulschätze gleichzeitig. Oft wussten sie nicht mal von ihrem Glück! - Warum ist Ihnen eine bestimmte Lehrperson so lange in Erinnerung geblieben?
Unser Primarlehrer legte grossen Wert auf genügend Vitamine während der Winterzeit. Jeweils vor der Pause schickte er einen Schüler zum Kolonialwarenladen Orangen zu kaufen. Diese musste er im Schulhaus auspressen und den Saft in ein Trinkglas giessen. Dabei nahm der jeweilige Schüler auch einen Schluck zu sich und glich die Differenz mit Hahnenwasser aus. Der Lehrer trank den gepanschten Saft kommentarlos. - Warum reden alte Menschen so viel von früher?
Sie erzählen gerne von alten Zeiten, weil ihnen Zukunftsperspektiven fehlen. - Was überrascht Sie am meisten an Ihrem jetzigen Leben?
Unerwartete Ereignisse mit mehr Gelassenheit anzunehmen als in früheren Jahren und Zeit, sich vermehrt auf die angenehmen Aspekte des Lebensabends zu fixieren. - Welche Abzweigung in Ihrem Leben hat Sie am meisten beeinflusst?
Der Abschied von meinem Junggesellenleben verbunden mit unserem ersten Daheim in der Stadt Luzern nach der Heirat.