Zehn Fragen an Pia Fritschi

19.06.2026 | Max Schmid (Redaktion), Jospeh Schmidiger (Bild)

Pia Fritschi ist in Zürich und in Trogen aufgewachsen. Besonders die Jahre im Appenzellischen verbindet sie mit Erinnerungen an die Kriegszeit. Nach Luzern kam sie durch die Heirat.

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Pia Fritschi wohnt in der Altersiedlung Guggi von Viva Luzern, die Wohnen mit Dienstleistungen anbietet. Zum Beispiel Mittagessen mit Wohnungsnachbar:innen im hauseigenen Restaurant Guggi.

Beruflich arbeitete Pia Fritsche als junge Frau im Geschäft ihres Vaters in Zürich. In Luzern war sie längere Zeit als Mutter und Hausfrau tätig. Doch als ihre drei Kinder grösser wurden, arbeitete sie auch wieder ausser Haus: unter anderem in einem Drittweltladen, für die Caritas und den Gletschergarten.

  1. Mit welchen drei Wörtern verbinden Sie Luzern?
    See, Berge und eine grosse Vielseitigkeit
  2. Rigi oder Pilatus? Und warum?
    Beide sind wichtig. Die Rigi ist für mich der Wanderberg, immer wieder war ich dort. Der Pilatus ist schön und bietet eine prachtvolle Aussicht.
  3. Wenn Sie könnten, was würden Sie in unserer Stadt verändern?
    Ich würde für die Einwohnerinnen und Einwohner den Gratis-ÖV einführen.
  4. Welches ist Ihr Lieblingsort in Luzern? Und warum?
    Die Parkanlagen am Seequai. Dort kann ich mich auch mit dem Rollator gut bewegen
  5. Mit welchem Menschen in Luzern würden Sie gerne einen Tag unterwegs sein?
    Mit unsere Luzerner Ständerätin Andrea Gmür.
  6. Woran erinnern Sie sich, wenn Sie an Ihren ersten Schulschatz denken?
    Er hiess Peter, aber er bemerkte meine heimliche Liebe nicht.
  7. Warum ist Ihnen eine bestimmte Lehrperson so lange in Erinnerung geblieben?
    Herr Hümbelin, unser Seklehrer in Zürich, war Kommunist. Die Stadt Zürich hat ihn deswegen entlassen. Wir sind für ihn auf die Strasse gegangen und habe gerufen: «Mer wänd dä Lehrer bhalte». Aus gegenteiligen Gründen ist mir der Lehrer in Erinnerung geblieben, den alle den „Ohrfiigekönig“ nannten. Vor allen die Buben kamen bei ihm an die Kasse.
  8. Warum reden alte Menschen so viel von früher?
    Es gibt vieles, das wir gerne in Erinnerung rufen, es gibt aber auch viel Trauriges. Ich lebe jetzt. Deshalb interessiert mich mehr das, was jetzt geschieht.
  9. Was überrascht Sie am meisten an Ihrem jetzigen Leben?
    Dass wir Jasagen können, zu dem was ist.
  10. Welche Abzweigung in Ihrem Leben hat Sie am meisten beeinflusst?
    Es gab mitten im Leben unserer Familie ein Ereignis, das ein tiefer Einschnitt war: Mit 41 Jahren musste in einer äusserst riskanten Operation ein Tumor in meinem Kleinhirn entfernt werden.
Max Schmid

Max Schmid

Redaktor

Max Schmid (*1945) arbeitete bis zu seiner Pensionierung bei Radio SRF als Auslandredaktor und Korrespondent in Prag und Moskau. Seit 2017 ist er Mitglied der Redaktion von Luzern60plus.