Sein grosser Tag ist der Güdismäntig: Wey Zunftmeister "Berto" Margraf. Bild: Weyzunft.

Zehn Fragen an ...
Alberto "Berto" Margraf

Er ist Wey Zunftmeister 2026 und seit etwas mehr als einem Jahr pensioniert. Aufgewachsen im zugerischen Steinhausen, ist er seit 37 Jahren glücklich mit Daniela verheiratet. Die beiden haben eine Tochter. In Steinhausen absolvierte Berto Margraf die Schule und Ausbildung bis zum Ingenieur ETH. Mit 22 Jahren wechselte er der Liebe wegen in den Kanton Schwyz. Dort lebte die Familie etwa 20 Jahre lang, hauptsächlich in Brunnen. Ende 2004 zog er mit der ganzen Familie beruflich für 5 Jahre nach Schanghai in China. Seit der Rückkehr 2009 wohnt die Familie Ebikon. Nur ein Jahr später trat er der Weyzunft bei. Als grosser Fasnächtler war er schon Zunftweibel, LFK Weibel, Präsident des Lozärner Fasnachtskomitees. Und jetzt Wey Zunftmeister2026.

  1. Mit welchen drei Wörtern verbinden Sie Luzern?
    Vierwaldstättersee, Bergkulisse, Fasnacht..  
  2. Rigi oder Pilatus? Und warum?
    Beide sind gleichermassen schön: die Rigi bewunderte ich immer als Kind von Steinhausen aus, den Pilatus bewundere ich jetzt.
  3.  ​​​​​​Wenn Sie könnten, was würden Sie in unserer Stadt verändern?
     Ich würde dafür plädieren, den öffentlichen Verkehr massiv zu vergünstigen, in    der Hoffnung, dass mehr Leute auf den ÖV umsteigen.    
  4. Welches ist Ihr Lieblingsort in Luzern? Und warum?
    Der Pulverturm, dort engagiere ich mich regelmässig für unsere Weyzunft.
  5. Mit welchem Menschen in Luzern würden Sie gerne einen Tag unterwegs sein?Mit einem Historiker, der sehr viel über Luzern und seine Geschichte weiss. 
  6. Woran erinnern Sie sich, wenn Sie an Ihren ersten Schulschatz denken?
    An die Pausen, denn da konnte man sich im Schulhof treffen und herumalbern.
  7. Warum ist Ihnen eine bestimmte Lehrperson so lange in Erinnerung geblieben?Mein 5. Klasse-Lehrer, Herr Bommeli. Erstens hatte er einen lustigen Namen, zweitens hatte er ganz rote Haare und einen roten Bart und drittens hat er mir als farbenblindem Schüler das Zeichnen beigebracht, was mit ganz genauer Beobachtung anfängt.
  8. Warum reden alte Menschen so viel von früher?
    Ich denke, weil sie so viel Prägendes erlebt haben, Gutes wie Schlechtes. Und diese Erfahrungen will man weitergeben.
  9. Was überrascht Sie am meisten an Ihrem jetzigen Leben?
    Dass ich an der Luzerner Fasnacht schon so viele schöne Ämter ausführen durfte, obwohl ich nicht hier aufgewachsen bin.
  10. Welche Abzweigung in Ihrem Leben hat Sie am meisten beeinflusst?
     Die 5 Jahre, die ich mit meiner Familie in China verbracht habe. Wir haben in
     einer sehr fremden Kultur als Familie sehr viel gelernt und erfahren dürfen.

11. Februar 2026 – 
max.schmid@luzern60plus.ch