Kulturtipps 60plus April 2026

Gabriela Schilter empfiehlt:

5. April bis 2. Mai, verschiedene Daten

film.fokus: «Wie wir wohnen» – Filmreihe

Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Wohnen ist politisch. Wohnen ist Beziehung. Wohnen ist die Frage, wie wir zusammenleben wollen.​​​​​​

Stattkino, Bourbaki Panorama, Löwenplatz 11, 6004 Luzern

In der neuen Filmreihe «Wie wir wohnen» richten wir den Blick auf das, was uns alle betrifft: Städte im Wandel, Dörfer ohne Dorfplatz, Nachbarschaften zwischen Nähe und Anonymität. Was bedeutet lebenswertes Wohnen – in Zeiten von Wohnungsnot, Verdichtung und Klimakrise? Wem gehört der öffentliche Raum? Und wie lässt sich nachhaltig und solidarisch miteinander leben?

Die Filme dieser Reihe erzählen von visionären Architekt:innen, von nachbarschaftlichem Austausch und von leisen Gesten des Miteinanders. Sie zeigen Menschen, die bleiben, gehen, teilen, kämpfen – und immer wieder neu verhandeln, was wohnen und leben heisst.

Rear Window (Alfred Hitchcock, USA 1954)

Barbara Buser – Pionierin der Nachhaltigkeit (Gabriela Schärer, SUI 2025)

Der Umzugskoordinator (Ursula Brunner, SUI 2026)

Zum Beispiel Suberg (Simon Baumann, SUI 2013)

The Human Scale (Andreas M. Dalsgaard, DEN 2012)

Reservation Stattkino: 041 410 30 60

https://www.stattkino.ch/film-fokus


Otto Vetter empfiehlt:

Sonntag, 12. April, 13.45 Uhr (mit Gespräch) 

«Hirschfeld - Unbekannter Bekannter» – Film 

Regie: Stina Werenfels, Samir (2026)

Stattkino, Bourbaki Panorama, Löwenplatz 11, 6004 Luzern

Kurt Hirschfeld wird in einer religiösen Familie deutscher Juden geboren und begann sich schon in jungen Jahren mit Literatur zu beschäftigen. Anfang der dreissiger Jahre machte er sich in Deutschland einen Namen als Dramaturg. Als Kommunist und Jude, musste er vor den Nazis flüchten, wurde aber in der Schweiz zurückgewiesen.
Er ging nach Moskau, wo er bei der Theaterlegende Meyerhold arbeiten konnte, und für die Neue Zürcher Zeitung Theaterkritiken schrieb. Als Stalin begann, Hirschfelds Kameraden zu verfolgen und ermorden, flüchtete er aus der Sowjetunion. Mit viel Glück kam er wieder nach Zürich, wo er mit Unterstützung seiner mutigen Zürcher Freunde, Dramaturg am Schauspielhaus wurde.
Er holte viele deutsche Talente ans Theater, wie z.B. den Autoren Bertolt Brecht oder die Schauspielerin Therese Giehse. Er verbündete sich mit konservativen Schweizer Kulturschaffenden, welche gegen die Nazis waren. So wurde das Schauspielhaus zum Zentrum des kulturellen Widerstands gegen den Faschismus in Europa.

Weitere Spielzeiten:
Montag, 6. April, 13.30 Uhr
Montag, 13. April, 20.30 Uhr
Montag, 20. April, 18.30 Uhr

Reservation Stattkino: Tel. 041 410 30 60

https://www.stattkino.ch/programm/film/987:hirschfeld-unbekannter-bekannter


Ursula Korner empfiehlt:

Mittwoch, 15. April, 20.00 Uhr

Ensemble Scapatella - «en passant» Konzert

«en passant» – zwischen Innen und Aussen, zwischen Erde und Himmel

Altes Krematorium, Ibachstrasse 2, 6004 Luzern

Der erste Teil des Projektes spielt sich im Freien ab, direkt vor dem Krematorium. Von dort führt ein Weg hinein in den Innenraum – eine begehbare Installation aus unterschiedlichen Bodenbelägen, die an einen Kneipp-Pfad erinnert. Jeder Schritt erzeugt Klang. Ein Spielensemble bewegt sich durch den Raum und bringt die Installation durch Gehen und Musizieren zum Klingen. Die Performance folgt einer musikalischen Komposition und einer dramaturgischen Idee: das Geheimnis dieses besonderen Ortes hör- und erlebbar zu machen.

Mitwirkende:

Maria Karrer | Violine, Stimme, Performance

Urs Weibel | Altus, Performance

Pius Strassmann | Blockflöten, Stimme, Performance

Urban Mäder | Stimme, Performance, Komposition

Peter Allamand | Gehwege

Eintritt: Fr. 30.- /20.- /10.-  

forum neue musik luzern, Geschäftsstelle c/o Nora Vetter, Reussport 5, Luzern

www.forumneuemusikluzern.ch


Hansruedi Hitz empfiehlt:

Dienstag, 21. April, 20.00 Uhr (und weitere Daten)

Theater Aeternam: «Dorf im Himmel» nach C.F. Ramuz

Ramuz’ Roman «Terre du ciel» von 1921 erstmals in einer deutschen Bühnenfassungortrag 

Kleintheater Luzern, Bundesplatz 14, 6003 Luzern

Die Toten eines Dorfes steigen aus ihren Gräbern und gehen zurück in ihre Häuser. Jetzt ist alles schön. Der Himmel ist blau. Die Liebe ist perfekt. Die Arbeit macht Freude. Das Geld ist abgeschafft. Alles ist gut. Bis eine Ziege verschwindet.

Der Limmat Verlag hat den Roman «Dorf im Himmel» («Terre du ciel», 1921) des Westschweizer Autors C. F. Ramuz erstmals auf Deutsch veröffentlicht – übersetzt von Steven Wyss. Jetzt kommt er in einer Spielfassung des Theater Aeternam auf die Bühne vom Kleintheater Luzern.

Beteiligt sind: Franziska Bachmann, Christoph Fellmann, Marco Sieber, Zora Schelbert (Spiel), Nina Halpern (Regie), Christoph Fellmann (Bühnenfassung), Luzi Rast (Musik), AnnaMaria Glaudemans (Bühne & Kostüme), Kleintheater Luzern (Koproduktion)

Website: www.aeternam.ch

Daten: Di 21.04. / Mi 22.04. / Do 23.04 (mit Nachgespräch) / Di 05.05. / Mi 06.05. jeweils 20.00 Uhr

Infos und Tickets: Kleintheater — Theater Aeternam: Dorf im Himmel

Eintritt: Fr. 40.– / 25.–

Lesung mit Gespräch: Am Freitag, 24. April, 19.45 Uhr, im Literaturhaus Zentralschweiz in Stans, spricht Übersetzer Steven Wyss über seine Faszination für Ramuz’ Sprache und Stoffe, begleitet von Musiker Albin Brun (Saxophon, Schwyzerörgeli). Moderation: Rebecca Gisler.

Infos und Tickets: lit-z — Steven Wyss über C. F. Ramuz

Eintritt: Fr. 20.– / 17.–


Weitere Vorschläge der Kulturtippgruppe für April 2026:

Montag, 8. April, 18.00 Uhr: «1 Raum, 1 Werk» - Gespräch am Tag der Provenienzforschung mit Alexandra Blättler, Sammlungskonservatorin und Sandra Sykora, Provenienzforscherin. «1 Raum, 1 Werk». Installationen aus der Sammlung: Die diesjährige Sammlungsausstellung (bis 15.11.2026) widmet sich den grossen künstlerischen Gesten: Ein Werk bespielt einen Raum. Mit diesen raumfüllenden Installationen wächst die Installationskunst über den bildnerischen oder skulpturalen Charakter eines Werkes hinaus und bezieht meist den ganzen Raum mit ein. Ein Highlight der Ausstellung stellt die immersive Raumarbeit «Wantee» (2013) von Laure Provoust dar, in der die Künstlerin Fiktion, Kunstgeschichte und persönliche Geschichte miteinander verwebt. Kunstmuseum Luzern, Europaplatz 1, 6002 Luzern. Ein Raum, ein Werk. Installationen aus der Sammlung

Samstag, 11. April, ab 15.30 Uhr: «Doppeljubiläum: 30 Jahre Kunsthalle Luzern x 25 Jahre Basis» - Öffentliches Jubiläumsfest in Zusammenarbeit mit der Bourbaki Bar: Performances, Musik, Kulinarik. Kunsthalle Luzern Bourbaki, Löwenplatz 11, 6004 Luzern. https://kunsthalle-luzern.ch/ausstellungen/aktuell Gruppenausstellung in der Kunsthalle Luzern: Doppeljubiläum Kunsthalle Luzern und Basis Zentralschweizer Dokumentationsstelle vom 28.März bis 19. April 2026

Samstag, 25. April, 10.00 bis 16.00 Uhr: «Rethink Textile» - Kunstausstellung im Pool ist eine kuratierte Ausstellung, die sich ästhetisch mit den Themen Nachhaltigkeit, Ethik und Verantwortung in der Textilproduktion auseinandersetzt. Die Ausstellung ist Teil der Fashion Revolution Week und möchte durch künstlerische Perspektiven zum Denken anregen, Fragen stellen und sichtbar machen, welche Mechanismen hinter der Kleiderproduktion stehen – und welche Alternativen möglich sind. Neubad, Bireggstrasse 36, 6003 Luzern. https://neubad.org/node/9207

Donnerstag, 30. April, 20 Uhr: «Harald Haerter Quintet» - Konzert zum UNESCO «International Jazz Day» in der WERFT-Das Probehaus, Arsenalstrasse 28a, 6010 Kriens. Nach vielen Jahren der Abwesenheit von den Bühnen dieser Welt kehrt der Gitarrist Harald Haerter mit einem vielversprechenden Comeback zurück. Harald Haerter, eine echte Jazz-Legende, lässt sein Quintett mit wenig Veränderungen wieder aufleben und vereint so alte Weggefährten und neue Freunde zu einer aufregenden Band. Harald Haerter, Gitarre; Philipp Schaufelberger, Gitarre; Rian Carniaux, Trompete; Bänz Oester, Bass; Samuel Dühlser, Drums. www.probehaus-werft.ch