
Segeln ist sein Lieblingssport: Bernhard Jurt. Bild: zvg
Zehn Fragen an ...
Bernhard Jurt
Bernhard Jurt und seine Frau Helena leben seit 1979 in der Stadt Luzern. Sie sind seit 49 Jahren verheiratet und haben zwei erwachsene Söhne. Das Leben des heute 72-Jährigen ist geprägt von der Familie, vom Beruf, von der Politik und vom Segelsport. Als Bauingenieur hatte er 1989 die Leitung des städtischen Strasseninspektorates (STIL) übernommen. Er schaut mit Genugtuung zurück: «Gemeinsam mit den rund 200 Mitarbeitenden durfte ich während meiner beruflichen Laufbahn die Stadt mitgestalten und so für unsere Bevölkerung und ‹meine Stadt Luzern› tätig sein.»
- Mit welchen drei Wörtern verbinden Sie Luzern?
Musikstadt, Vierwaldstättersee, Vielfalt. - Rigi oder Pilatus? Und warum?
Rigi und Pilatus, mit beiden bin ich verbunden. Bei der jährlichen «Pilatus-Putzete» waren wir vom STIL immer dabei. Die Rigi sehe ich täglich exklusiv von unserem Wohnzimmerfenster aus in all ihren saisonalen Facetten. - Wenn Sie könnten, was würden Sie in unserer Stadt verändern?
Ich würde das Roadpricing einführen, um die Verkehrssituation zu verbessern. - Welches ist Ihr Lieblingsort in Luzern? Und warum?
Der Platz beim Richard-Wagner-Museum. Dort steht meine Sitzbank und meine Linde, welche ich von meinen Mitarbeitenden als Geschenk zur Pensionierung erhalten habe. Die Aussicht von dort auf den See und die Berge ist grandios. - Mit welchem Menschen in Luzern würden Sie gerne einen Tag unterwegs sein?
Mit dem Theologen Sepp Riedener, Gründer der kirchlichen Gassenarbeit. - Woran erinnern Sie sich, wenn Sie an Ihren ersten Schulschatz denken?
Als wir uns in den Schulpausen jeweils das «bessere Znüni-Brot» teilten. - Warum ist Ihnen eine bestimmte Lehrperson so lange in Erinnerung geblieben?
Wenn wir in der Primarschule die Hausaufgaben nicht korrekt gemacht haben, dann nahm Herr Schlegel uns jeweils am rechten Ohr und sagte «Besch weder gsi go tschüttele». - Warum reden alte Menschen so viel von früher?
Vermutlich aufgrund von fehlenden Zukunftsperspektiven und weil die eigenen Erinnerungen oft positive Emotionen freisetzen. - Was überrascht Sie am meisten an Ihrem jetzigen Leben?
Dass ich bis jetzt ein erfülltes und glückliches Leben erfahren darf und noch jeden Tag mit meiner Frau Pläne für die Zukunft schmiede. - Welche Abzweigung in Ihrem Leben hat Sie am meisten beeinflusst?
Als ich mit meiner Frau zwei Monate auf einem Hochsee-Segeltörn unterwegs war, kam ich zum Schluss, dass ich nicht zum «Aussteiger» geboren bin. Ich liebe «mein Luzern» zu sehr.
6. März 2026 – max.schmid@luzern60plus.ch