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Wie will ich Wohnen im Alter?

Der Luzerner Stadtrat hat kürzlich im Parlament angekündigt, 2012 einen Bericht über Wohnraumpolitik vorzulegen, der sich auch mit dem Thema Wohnen im Alter befassen soll. Ein Anlass für die Website Luzern 60plus, eine Diskussion darüber zu lancieren, was wir Älteren und Alten in Luzern uns darunter vorstellen: Wie möchten wir Wohnen im Alter? In den nächsten Wochen stellen wir auf dieser Website verschiedene Wohnformen für Ältere vor. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die vielfältigen Modelle.

Möglichst lange in der eigenen Wohnung

Früher gab es für Betagte die Alternative, entweder zu hause zu leben und wenn nötig von Angehörigen unterstützt zu werden oder dann ins Altersheim zu wechseln. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Lebensformen stark individualisiert und diversifiziert. Und mit ihnen die Vorstellungen und Bedürfnisse älterer Menschen zum guten Wohnen im Alter. Entsprechend vielfältig sind heute die Wohnmodelle – ob realisiert oder erst geplant.

Wer sich seinen Alterssitz an der Costa Brava leistet, bleibt wohl in der Minderheit. Sehr weit verbreitet ist jedoch der Wunsch, so lange wie möglich zu Hause leben zu können, sei es in der Miet- oder Eigentumswohnung oder im eigenen Haus. Tatsächlich ist das heute für viele realistisch, weil die Jahre in relativ guter Gesundheit immer mehr werden. Und dennoch müssen wir uns Gedanken machen darüber, wie es sein wird, wenn irgendeinmal körperliche Beschwerden oder gar eine Demenz unsere Selbständigkeit einschränken.

Vielfalt erwünscht

Lange nicht alle, die in der eigenen Wohnung nicht mehr alleine zurecht kommen, müssen deswegen gleich ins Pflegeheim. Es gibt heute ganz unterschiedliche andere Möglichkeiten. Einige werden auf Privatinitiative realisiert, andere durch die öffentliche Hand oder gemeinnützige Bauträger. Hier die gängigsten Modelle kurz skizziert, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Das Mehrgenerationenhaus: Noch wenig verbreitet. Aber vor allem von gemeinnützigen Wohnungsträgern mehr und mehr realisiert werden Wohnhäuser, die gezielt auf eine altersmässige Durchmischung setzen. Da können junge Familien zum Beispiel von zeitweiliger Kinderbetreuung durch pensionierte NachbarInnen profitieren und umgekehrt diesen zur Hand gehen bei Sachen, die sie nicht alleine schaffen. Die Wohnungen sind altersgerecht und hindernisfrei gebaut. Ambulante Serviceleistungen können nach Bedarf in Anspruch genommen werden.

Die Hausgemeinschaft 50plus oder 60plus: Eigeninitiative von mehreren Paaren oder Alleinlebenden, die sich selber ihr Wohnen in einem Mehrparteienhaus (meist in Eigentum) so organisieren, dass sie im Alter auf gegenseitige Unterstützung zählen können, nach dem Motto: Gemeinsam schaffen wir es auch im Alter. Solche Wohnformen werden oft von Leuten ab 50 geplant.

Informelle Nachbarschaftshilfe: Wer in der Nachbarschaft, im Quartier gut integriert ist, kann im Alter vielleicht auf kleine Unterstützungsleistungen aus der Nachbarschaft zählen: Einkäufe machen, in die Stadt begleiten, die Balkonpflanzen besorgen usw.

Spitex, Haushilfe, Mahlzeitendienst: Ambulante professionelle (bezahlte) Dienstleistungen von verschiedenen Anbietern können die Jahre zuhause verlängern.

Alterswohnungen: Auch die Stadt Luzern hat solche Alterswohnungen gebaut (Alterssiedlung Guggi). Sie bieten Einzelpersonen oder Paaren mehr Individualität als ein Heim. Gleichzeitig stehen ambulante Unterstützungsdienste wie Spitex oder Mahlzeitendienst zur Verfügung.

Pflegewohnungen: Pflegebedürftige Menschen werden hier in kleinen Gruppe in einer grossen Wohnung von Fachpersonal betreut. Bietet mehr Privatsphäre als ein grosses Pflegeheim.

Alters- und Pflegeheim: Das klassische Wohnen im Alter. Heute muss ein Heimeintritt nicht für immer sein. Manche Heime stehen auch für vorübergehende Aufenthalte offen, zum Beispiel nach einem Spitalaufenthalt.

Demenzabteilung: Fachpersonal kümmert sich um demente pflegebedürftige Menschen; die Abteilungen sind speziell für diese eingerichtet und bieten zum Beispiel die nötige Sicherheit.

Ihre Meinung ist gefragt!

Was ist Ihnen wichtig? Was braucht es in der Stadt Luzern, damit wir im Alter sicher und gut – das heisst nach unseren Vorstellungen – wohnen können? Wir sammeln Ihre Vorschläge und Anliegen und unterbreiten diese gebündelt dem Stadtrat. Schreiben Sie uns Ihre Meinung: Stammtisch                   

 Marietherese Schwegler

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