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Die Gäste zum Auftakt der Lebensreise 2020: Olga und Peter Gysling.

Russin & Schweizer 

Der diesjährige Veranstaltungszyklus „Lebensreise" der Stadt Luzern handelt von den verschiedenen Welten, in denen wir uns bewegen. Zum Auftakt am 20. August im Hotel Beau Séjour berichtet das schweizerisch-russische Ehepaar Peter und Olga Gysling von seinen Erfahrungen.

Von Beat Bühlmann
In welchen Welten leben wir? Und wie unterscheiden sie sich, wenn wir älter werden? Zum Beispiel in einer Ehe mit unterschiedlichen Nationalitäten? Oder als Flüchtling, der aus Bagdad kommt und nun seinen ersten Roman auf Deutsch schreibt? Oder bei der Erkrankung an Demenz, wenn Worte zunehmend fehlen? Und was tun wir für unsere jetzige Welt, damit sie auch für spätere Generationen eine lebenswerte bleibt?

In zwei Welten zu Hause sein: Der diesjährige Veranstaltungszyklus Lebensreise der Stadt Luzern versucht, mit sechs Veranstaltungen und mit fünf Filmen auf diese Fragen mögliche Antworten zu geben. «Wir alle sind durch unsere Lebenswege und das kulturelle Umfeld geprägt, sodass sich die persönlichen Lebenswelten ganz unterschiedlich entwickeln. Diese Heterogenität nimmt im Alter nicht etwa ab, sondern, ganz im Gegenteil, sie nimmt weiter zu», sagt Mirjam Müller-Bodmer, Leiterin Entwicklung und Projekte der Abteilung Alter und Gesundheit bei der städtischen Sozial- und Sicherheitsdirektion. Die Veranstaltungsreihe Lebensreise soll deshalb neue Horizonte öffnen und zum Gespräch anregen.

Eine interkulturelle Ehe
An der ersten Veranstaltung vom 20. August 2020 im Hotel Beau Séjour sind Peter Gysling, Journalist, und Olga Gysling, Geologin, zu Gast. Peter Gysling war Korrespondent für das Schweizer Radio und Fernsehen in Moskau. Er hat seinerzeit den Putschversuch gegen Michail Gorbatschow, den Zerfall der UdSSR, die «wilden Jahre» unter Boris Jelzin, später aber auch das aktuelle Russland unter Vladimir Putin, den Georgien-Krieg vom Sommer 2008 oder die Krim-Annexion miterlebt. Während seiner Korrespondentenjahre hat er alle ehemaligen Sowjetrepubliken regelmässig bereist. In Moskau hat er seine heutige Ehefrau Olga kennengelernt, mit der er seit 2011 verheiratet ist. Auch Olga Gysling bringt persönliche und berufliche Erfahrungen aus Russland mit; aus dem hohen Norden, aus Zentralasien und gar aus China. Heute lebt das Paar in Hergiswil NW. Ein Gespräch über eine interkulturelle Ehe und ihre besonderen Herausforderungen. In Ergänzung dazu liest Peter Gysling aus seinem Buch «Andere Welten – Russland, Ukraine, Kaukasus, Zentralasien» (Werd Verlag, 2017 und 2018).

Zwei Sprachwelten bei Demenz
In den weiteren Veranstaltungen geht es um Migration, um Literatur, die verbindet, um kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Musik, um andere Sprachwelten (zum Beispiel bei Demenz) oder um die Welt von heute und morgen und was dies für die Generationengerechtigkeit bedeutet. Zu Gast sind der Schriftsteller Usama Al Shahmani («In der Fremde sprechen die Bäume arabisch»), Hamit Zekiri, Geschäftsführer von FABIA – Kompetenzzentrum Migration), Albin Brun (Schwyzerörgeli & Sopransax) und Kristina Brunner (Cello & Schwyzerörgeli), Irene Bopp-Kistler, Geriaterin und leitende Ärztin der Memory-Klinik am Waidspital in Zürich. sowie Monika Stocker, ehemalige Nationalrätin und Aktive der GrossmütterRevolution. - 21. Juli 2020

Donnerstag, 20. August 2020, 18.30 Uhr, Hotel Beau Séjour, Haldenstrasse 53, 6006 Luzern (Bus 6 oder 8 bis Haltestelle Europe). Zu Gast: Peter Gysling und Olga Gysling. Türöffnung ab 17.00 Uhr.

Der Veranstaltungszyklus