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Das Projekt "Altern in Luzern"

Die Luzerner Alterspolitik soll partizipativ, generationenübergreifend und quartiernah sein. So sah es das 2011 erarbeitete Entwicklungskonzept „Altern in Luzern“ vor. Das Konzept war Basis des gleichnamigen Projektes, in dessen Rahmen 2012 bis 2016 zahlreiche Projekte und Veranstaltungen durchgeführt wurden und nun durch die Abteilung Alter und Gesundheit weitergeführt werden.

 

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Projektleitung

Beat Bühlmann, Journalist und Gerontologe MAS

Beat Bühlmann (geb. 1951), Gerontologe MAS, leitete März 2012 bis März 2016 das Projekt „Altern in Luzern“. Dies war organisatorisch der Fachstelle für Altersfragen in der Sozialdirektion angegliedert. Bühlmann (63) war während 25 Jahren Inlandredaktor beim "Tages-Anzeiger" in Zürich. Er ist Herausgeber des Buches "Die andere Karriere. Das gesellschaftliche Engagement in der zweiten Lebenshälfte - am Beispiel von Innovage" (Luzern, 2010) und ist Lehrbeauftrager an der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit im Modul "Alter und Gesellschaft".  

Beat Bühlmann ist Mitglied des Forums Luzern60plus, der Redaktionsgruppe der Internetplattform Luzern60plus und der Arbeitsgruppe Marktplatz und Zwischenhalt.

Projektbeschrieb "Altern in Luzern"

Das Projekt war auf vier Jahre angelegt und wurde Ende Februar 2016 abgeschlossen. Das Projekt wurde evaluiert und dem Stadtrat vorgelegt.

Die Stadt Luzern wird auch künftig die ältere Generation in Gesellschaft und Politik einbeziehen und führt über die Abteilung Alter und Gesundheit der Sozial- und Sicherheitsdirektion der Stadt Luzern, die Projekte und Veranstaltungen aus „Altern in Luzern“ in enger Zusammenarbeit mit dem Forum Luzern60plus weiter.

Eines der Teilprojekte aus „Altern in Luzern“ war das „altersfreundliche Quartier", das die soziale Teilhabe der älteren Generation stärken und den älteren Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben im vertrauten Quartier ermöglichen soll. So sind im Quartier Tribschen-Langensand der Generationenpark und das Erzählcafé oder im Wesemlin das Querbeet (Gärtnern mit Kindern) und der Bücherschrank entstanden. Diese Projekte wurden durch das Engagement der Quartierbewohnerinnen und –bewohner und Freiwilligen der Generation 60plus ermöglicht. Mit einem Förderprojekt unterstützte die Age Stiftung diese neue Ausrichtung der Alterspolitik und ermöglichte eine Publikation über das altersgerechte Quartier.

Mit dem Marktplatz 60plus, der jedes Frühjahr in der Kornschütte stattfindet, ist eine Plattform für das zivilgesellschaftliche Engagement geschaffen worden, an dem gegen 30 Institutionen für die Freiwilligenarbeit werben. Mit den Lesementoren wurde ein intergeneratives Projekt gestartet, das die Leselust der Primarschülerinnen und Primarschüler fördern, die Integration stärken und gleichzeitig den persönlichen Kontakt unter den Generationen ermöglichen soll. Ab 2016 werden die Projekte über die Abteilung Alter und Gesundheit weiter geführt.

Das Entwicklungskonzept "Altern in Luzern"

Das Konzept setzte auf diverse Teilprojekte in drei Aktionsfeldern. Sie wurden innerhalb der letzen vier Jahre (2012 bis 2016) umgesetzt.

Projekte im Bereich der Kommunikation und Vernetzung

Eine Schlüsselstelle in diesem Bereich nahm und nimmt die Plattform www.luzern60plus.ch ein. Sie zeigt auf, wo zivilgesellschaftliches Engagement für ältere Menschen in der Stadt möglich ist und bietet Informationen und aktuelle News und Fakten rund ums Älterwerden in Luzern. Zudem liefert ein alle drei bis vier Wochen erscheinender Newsletter Information, Austausch und Hinweise zu kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen. Wer sich freiwillig engagieren möchte, kann sich unter ‹sich engagieren› über die vielfältigen Möglichkeiten, tätig zu werden, informieren. Unter der Rubrik ‹wichtige Adressen› findet man alle Anbieter rund um die Themen Gesundheit, Pflege, Betreuung, Wohnen, Bildung, Bewegung. Die 2012 ins Leben gerufene Seite wird rege genutzt und stösst auch national und international auf Resonanz.

Projekte für die andere Kultur des Alterns

Der Marktplatz 60plus, der sich als Umschlagplatz für neue Ideen, Projekte und Begegnungen versteht, will die ältere Generation zu zivilgesellschaftlichem Engagement, gesellschaftlicher Teilhabe und politischer Partizipation ermutigen.

Im Juni 2013 fand in der Kornschütte, mitten in der Luzerner Altstadt, der erste Marktplatz 60plus statt – unter dem Motto „Die sechziger Jahre“. Mit diesem Slogan wollte die Projektgruppe aufzeigen, dass nun die „Babyboomer“ ins Alter kommen, jene Generation also, die in den Sixties die halbe Welt auf den Kopf stellen wollte.

Seither findet der Marktplatz 60plus jedes Jahr im späten Frühjahr in der Kornschütte statt, inzwischen mit bis zu 30 Marktständen und einem ungebrochenen Besuchererfolg. In den Jahren 2014 und 2015 wurde der Anlass durch Plakatausstellungen auf dem Rathausplatz ergänzt, um die neue Kultur des Alterns auch visuell sichtbar zu machen, auch im Jahr 2016 fand anlässlich des am 14. Mai stattfindenden Marktplatzes unter dem Motto „Durchstarten“ eine Plakatkampagne mit Bildern des 2015 verstorbenen Fotografen Georg Anderhub statt. Organisiert wird der Marktplatz 60plus von einer Arbeitsgruppe mit Freiwilligen, welche Mitglieder des Forums Luzern60plus sind.

Quartierbezogene Projekte

Das Leben in den Quartieren ist für die ältere Bevölkerung von zentraler Bedeutung. Sicherheit, eine gute Infrastruktur und soziale Vernetzungsangebote über die Quartiervereine und die Nachbarschaft sind Voraussetzungen für das gute Leben in der Stadt für Jung und Alt. Im Rahmen von „Altern in Luzern“ wollte man herausfinden, welches die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung sind. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit wurden in den Quartieren Tribschen-Langensand, Wesemlin und Littau Pilotprojekte lanciert, um zu klären, wie sich die Bürgerinnen und Bürger der Generation 60plus ein altersgerechtes Quartier vorstellen. In sogenannten Spurgruppen, welchen neben der Quartierbevölkerung auch Vertreter der Quartiervereine und der katholischen Kirche angehörten, wurden mit unterschiedlichen Formen wie Quartierbegehungen und Workshops die Einschätzungen und Bedürfnisse eruiert. Daraus entstanden verschiedene Projekte wie das Erzählcafé und Spielplatzcafé im Quartier Tribschen- Langensand und das Projekt Querbeet und der Bücherschrank im Quartier Wesemlin. Im Rahmen des Teilprojekts „Altersgerechte Quartiere“ konnte die Age-Stiftung als Trägerin für eine wissenschaftliche Begleitevaluation gewonnen werden. Mit der Umsetzung des Förderprojekts wurde Interface Politikstudien in Kooperation mit dem Grafischen Atelier Creadrom beauftragt, einen Bericht zum „altersgerechten Quartier“ zu erstellen, der im Rahmen der Tagung „Altern in meiner Stadt“ vom 15.3.2016 vorgestellt wurde

 

Projektorganisation "Altern in Luzern", 2012 bis Februar 2016

Projektteam
Beat Bühlmann, Projektleiter "Altern in Luzern"
Bettina Hübscher, Leiterin Fachstelle für Altersfragen

Projektgruppe
Beat Bühlmann (Leitung), Yvonne Ehrensperger (Stadtentwicklung), Sibylle Stolz (Integration), Bettina Hübscher  (Fachstelle für Altersfragen), Claudia Huser (Quartierarbeit)

Fachliche Begleitung
Beat Bühlmann/Bettina Hübscher (Co-Leitung)
Stefan Brändlin, Pro Senectute Kanton Luzern
Jacqueline Capra, Präsidentin Quartierverein Littau Dorf
Agatha Fausch, Sozialarbeiterin/alt Grossstadträtin
Claudia Jaun, Katholische Kirchgemeinde
Barbara Lehner, Theologin
Tamara Renner, Spitex
Werner Schnieper, alt Baudirektor
Hans Sutter, Reformierte Kirchgemeinde Luzern
Paul Gmünder, Philosoph, Luzern
Hamit Zeqiri, Fabia Luzern