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Jeder fünfte Tote ist ein Fussgänger

Von Fussverkehr Schweiz

Wenn Personen über 75 Jahren als Fussgänger verunfallen, hat das in jedem zweiten Fall schwere Folgen. Das geht aus dem Faktenblatt von Fussverkehr Schweiz hervor.

Jährlich verunfallten in den letzten zehn Jahren durchschnittlich 2340 Fussgänger. Davon wurden durchschnittlich 60 Personen getötet, 657 schwer und 1676 leicht verletzt. Die Zahl der verunfallten Fussgänger konnte in den letzten Jahren leicht gesenkt werden. 41 Prozent aller Fussgänger verunfallen auf dem Streifen.

Auf Fussgängerstreifen getötet

Im Durchschnitt werden jährlich 288 Fussgänger auf Fussgängerstreifen schwer verletzt oder getötet. Dabei verunfallen 20 Personen tödlich. Die Zahl der nicht auf dem Fussgängerstreifen Schwerverletzten oder Getöteten liegt bei 429. Davon verunfallen 40 tödlich. Von den jährlich getöteten 60 FussgängerInnen verunfallten 34 Prozent auf dem Streifen, von den 657 Schwerverletzten waren es 41 Prozent. Die Unfälle nicht auf dem Fussgängerstreifen sind somit häufiger und schwerwiegender. Für die Jahre 2008 bis 2012 liegt eine detailliertere Spezialauswertung für die verunfallten Fussgänger nach Unfallort vor. Es verunfallten 43 Prozent beim Queren auf dem Streifen, 32 Prozent beim Queren abseits des Streifens, 8 Prozent im Längsverkehr und 17 Prozent bei anderen Verkehrsmanövern.

Während die Zahl der schweren Strassenverkehrsunfälle in den letzten 10 Jahren insgesamt gesunken ist, konnte bei den Fussgängerinnen und Fussgängern bis 2013 leider keine entsprechende Abnahme verzeichnet werden. Der Anteil der Fussgängerunfälle am Gesamttotal aller Unfälle nahm somit zu. Bei den Getöteten ist der Anteil der Fussgänger in den letzten zehn Jahren starken Schwankungen unterworfen. Seit 2014 bleibt aber der Anteil der Fussgänger an der Gesamtzahl der Verunfallten Personen konstant, desgleichen bei den Schwerverletzten.

Kinder und Senioren am stärksten gefährdet

Die Verteilung nach Altersgruppe zeigt ebenfalls eine konstante Verteilung. 21 Prozent der verunfallten Fussgänger und Fussgängerinnen sind Kinder bis 15 Jahre. Etwa gleich viele sind Senioren über 65 Jahre. Betrachtet man aber die Verteilung der Schwerverletzten und Getöteten je Altersgruppe zeigt sich, dass die kleine Kinder und Personen ab 65 Jahren deutlich häufiger bei Unfällen schwer verletzt oder gar getötet werden. Ab 75 Jahren haben Unfälle in 56 Prozent  der Fälle schwere Folgen. In der Gesamtheit des Unfallgeschehens nehmen die Fussgängerunfälle einen bedeutenden Platz ein. Jeder fünfte Tote ist ein Fussgänger. Bei der Unfallprävention muss deshalb ein verstärktes Gewicht auf die Unfälle nicht auf dem Fussgängerstreifen gelegt werden. Dabei sind insbesondere die Querungsunfälle abseits des Streifens zu thematisieren. Zudem ist die Kategorie der „übrigen Unfälle bzw. Ort unbekannt" zu analysieren. - BB / 9.4.2018

www.fussverkehr.ch