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Wo! Sind! Die! Frauen?
Es werden fünf Männer bleiben

Von Mario Stübi

Vor Tagen hat im Hotel Schweizerhof Luzern eine spannende Veranstaltung stattgefunden. Das Netzwerk Frauen Luzern Politik lud zu einem Abend, welcher die Rolle von Frauen in der Politik thematisierte. Prominenter Gast: CVP-Bundesrätin Doris Leuthard, die mit ihrer Mischung aus Dossierfestigkeit, Bodenständigkeit und Schlagfertigkeit auch einen Linken wie mich zu beeindrucken mag.

Das Thema ist wichtig und das Engagement löblich. Dumm nur, dass die Realität gerade gegenteilige Tatsachen schafft. Mit dem Emmer Gemeindepräsidenten Rolf Born hat der fünfte FDP-Mann Ambitionen auf den frei werdenden Sitz von Regierungsrat Robert Küng angemeldet. Die fünf Herren wären kein Problem, wenn nicht gleichzeitig weit und breit kein Hauch einer weiblichen Kandidatur zu vernehmen wäre – für ein Gremium, welches das Volk repräsentieren soll und schon jetzt ausschliesslich aus Männern besteht.

Es scheint niemanden zu stören. -  Wo liegt das Problem? Überhebliche Männer? Verunsicherte Frauen? Ignorante Männer? Fehlende Frauen? Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich überzeugt: Auch der Regierungsrat der kommenden Legislatur wird aus fünf besten Stücken bestehen. Und keine(n) stört‘s – sonst würde sich ja eine Frau zur Wahl stellen.
31. März 2018

Mario Stübi (33) hat Kulturwissenschaften an der Universität Luzern studiert. Er ist freischaffender Redaktor und DJ und für die SP Grosser Stadtrat von Luzern. Er engagiert sich kulturell in diversen Vereinen und Gremien, aktuell für die SRG und die IG Kultur.